OeMAG - zusätzlicher Preistreiber

Betreiber von Ökostromanlagen haben in Österreich seit der Ökostromnovelle 2006 die Möglichkeit, den in das öffentliche Netz eingespeisten Ökostrom zum Marktpreis vergütet zu bekommen. Hierfür wurde die OeMAG, das ist die Abwicklungsstelle für Ökostrom, geschaffen. Der vorrangige Zweck war die Förderung der erneuerbaren Stromerzeugungstechnologien hinsichtlich Abwicklung und Vergütung der erzeugten Strommengen. 
 
Die Höhe der Einspeisevergütung ist gesetzlich festgeschrieben (§ 41 ÖSG 2012 idgF) und berechnet sich quartalsweise aus den Future-Notierungen des Großhandelsstrompreises der vier folgenden Quartale an den letzten fünf Handelstagen des aktuellen Quartals. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Marktpreisentwicklung nach dem Einspeisetarif der OeMAG.
 
Die Abwicklungs- und Ausgleichsenergiekosten verrechnet die OeMAG im Umlageverfahren auf alle Konsumenten, und dass, obwohl Sie im direkten Wettbewerb zu allen anderen Stromhändlern steht, die ebenfalls Ökostrom kaufen.
Zudem diktiert die gesetzlich festgelegte Marktpreisbildung die Erlöserwartung der Produzenten und treibt durch die lediglich quartalsweise Anpassung die Strompreise für den Konsumenten in bestimmten Fällen in die Höhe.
 
Einen solchen marktverzerrenden Fall erleben wir aktuell, durch die Pandemie getriggerte, angespannte Energiepreissituation am Strommarkt, mit nicht nachhaltigen Preisausschlägen in die ein oder andere Richtung, vom einen Tag auf den anderen. Sie offenbart die Schwächen des aktuellen Strommarktsystems, die alle anderen Marktteilnehmer benachteiligt und deren Geschäftsgrundlage gefährdet, wenn nicht gar zerstört. Das widerspricht dem Ziel eines freien Marktes und dem Ziel einer anzustrebenden Kostenreduktion für die Konsumenten.
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